Heitere Geschichtsstunde bei Lingner

Der 17. März 2016 zeigte sich von seiner besten Seite. Angenehm wärmend strahlte die Frühlingssonne vom bilderbuchblauen Himmel, auf dem Weg von der Straßenbahn bzw. dem Parkplatz grüßten gelbe. Es konnte nur ein schöner Tag werden. Das I-Tüpfelchen setzte Eberhard Müller vom Förderverein Lingnerschloss e.V. Mit viel Humor und einer großen Portion Wissen entführte er uns in die Entstehungsgeschichte des Schlosses, spannte den Bogen bis hin zum Hygienemuseum und landete schließlich wieder in der Gegenwart. Die übrigens lässt auf eine gute Zukunft hoffen. Dafür stehen der 2002 gegründete Förderverein, viele Kulturinterressierte und geschickte überwiegend heimische Handwerker. Seit zehn Jahren wurden und werden Millionen Euro an Spenden dafür aufgewendet, dass das Schloss wieder als das entsteht, was Lingner testamentarisch verfügt hatte – als eine kulturelle Begegnungsstätte für die Bürger der Stadt und ihre Gäste.

Das Lingnerschloss ist das mittlere der Dresdner Elbschlösser und wurde 1850/53 als „Villa Stockhausen“ errichtet. Vom Nacheigentümer Bruno Naumann (Stichwort: Schreibmaschinen) erwarb 1906 Karl August Lingner (Stichwort: Odol) den prächigen Bau samt Park und Weinberg. Das Schloss war nach 1945 u.a. Sitz der sowjetischen Militärbehörde, Studentenwohnheim, Treffpunkt der Dresdner Intellektuellen. Im Laufe von über 160 Jahren wurde gebaut, umgebaut, verbaut, zerstört und wieder aufgebaut. Heute kann man bei einer Führung das mit viel Feingefühl und Kenntnis Fertiggstellte bewundern, einen Blick auf das gegenwärtige Baugeschehen werfen oder dem Schloss aufs Dach steigen.
Mehr noch. Die „Freitagsreihe“ lädt zu Lesungen und Liedern ein. Sonderveranstaltungen wie der Lingner-Dialog, eine Tanznacht und Kinderfeste locken Dresdner und ihre Gäste an. Und kulinarisch können sich Besucher im Restaurant oder Biergarten der Lingnerterrassen verwöhnen lassen.

http://www.lingnerschloss.de
http://www.lingnerterrassen.de

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Über cosel10

Journalistin für Printmedien; Mitglied im DJV Landesverband Sachsen e.V. Jahrzehntelang war schreiben für Tageszeitungen mein Beruf. Inzwischen tue ich das ohne Zeitdruck und vor allem in Bereich Kultur und Erlebnis.
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